Kreuzottern in Ostbrandenburg

Diskussionen über Verbreitungsgebiete, Feldherpetologie und sonstige Belange der Ökologie und Biologie

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VenomousSnakes
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Kreuzottern in Ostbrandenburg

Beitrag von VenomousSnakes » So Apr 21, 2013 18:50

Hallo zusammen,

kann mir jemand sagen ob in Ostbrandenburg (genauer gesagt im Spree-Neiße-Kreis) noch Kreuzottern vorkommen??? z.b. in der Reicherskreuzer Heide oder im Schlaubetal..

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KingAS
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Beitrag von KingAS » So Apr 21, 2013 20:06

Zum Schutz der Tiere sollte man keine Vorkommen öffentlich diskutieren.

Andreas Hohmeister
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Beitrag von Andreas Hohmeister » Di Apr 23, 2013 20:16

KingAS hat geschrieben:Zum Schutz der Tiere sollte man keine Vorkommen öffentlich diskutieren.
Ja, genau - (Feld)Herpetologie war schon immer "Geheimsache"... Sorry, aber diesen hier immer wieder geposteten Schwachsinn kann ich nun wirklich nicht mehr lesen. Ausserdem macht es ohnehin keinen Sinn, da selbst bzw gerade in wissenschaftlichen Arbeiten, die frei zugänglich sind, Fundorte von Reptilien oder Amphibien detailliert angegeben werden, heutzutage sogar mit GPS-Koordinaten.

Leider kann ich bzgl Kreuzottern in Brandenburg nicht weiterhelfen. Aber vielleicht fragt ja jemand mal nach Äskulapnattern in Wiesbaden oder dem Rheingau (auch nachzulesen bei GOMILLE oder MERTENS), nach Würfelnattern an der Lahn oder nach Bothriechis nigroviridis in Costa Rica...

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KingAS
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Beitrag von KingAS » Mi Apr 24, 2013 7:10

Ja sorry. Natürlich sollte man hier für jeden zugänglich die Lebensräume breit treten, das auch jeder mal vorbeischauen kann bis keine Tiere mehr zu sehen sind. :roll:

Zum Glück handelt es sich bei den meisten Lebensräumen auch nicht um sensible Gebiete :idea:

Ich weiß nicht in welchen Gebieten und bei welchen Monitoring-Arbeiten Du integriert bist aber bei sämtlichen Fachleuten in Deutschland mit welchen ich zu tun hatte bekam ich immer den Hinweis die Gebiete bitte sensibel zu behandeln um den Tourismus in selbigen möglichst gering zu halten. Aber das ist sicher alles Unsinn, Herr Hohmeister, nicht ?

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Tobias
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Beitrag von Tobias » Mi Apr 24, 2013 10:22

Hallo Andre,

lass dich nicht von den unqualifizierten Aussagen von Herrn Hohmeister ärgern.
Auch wenn er in einigen Bereichen scheinbar über Fachwissen verfügt, fällt er hier in der Grube doch leider nur durch seinen schlechten Stiel auf.


Ich bin auch der Meinung, dass man nicht inflationär die Vorkommen von seltenen Arten bekannt geben sollte. Zum einen um eine Störung der Tiere durch zu viele „Touristen“ und „Hobby-Herpetologen“ zu vermeiden und natürlich um das gezielte Absammeln der Tiere zu erschweren.
Natürlich kann man einige Vorkommen unter der zu Hilfenahme von wissenschaftlichen Publikationen ausfinden machen. Glücklicherweise sind aber viele Menschen nicht in der Lage solche Quellen zu finden und zu nutzen.

Abgesehen davon gibt es Bestrebungen in neueren Publikationen keine exakten Ortsangaben öffentlich bekannt zu geben, sondern die Vorkommen nur grob zu beschreiben. Das hat sich leider als notwendig herausgestellt.

VenomousSnakes
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Beitrag von VenomousSnakes » Mi Apr 24, 2013 11:45

Mir ist schon klar das man keine Vorkommen öffentlich machen sollte!..Nur handelt es sich hierbei um ein Heidegiet welches sowieso gesperrt ist aufgrund von Munitionsbelastung (ehem. Truppenübungsplatz). Es gibt lediglich ein paar Wege und ich glaube nicht das jemand durch die Heide kraucht nur um die Tiere zu töten oder was weiß ich so wird das hier von euch jedenfalls dargestellt. Ich werd demnächst trotzdem mal vorbeischaun und hoffe ein paar schöne Fotos zu machen falls ich was sehe ;)

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KingAS
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Beitrag von KingAS » Mi Apr 24, 2013 11:54

VenomousSnakes hat geschrieben:[...]nur um die Tiere zu töten oder was weiß ich so wird das hier von euch jedenfalls dargestellt
Ja genau. :roll:

Wer lesen kann...und so.

Recht_und_Ordnung
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Beitrag von Recht_und_Ordnung » Mi Apr 24, 2013 13:15

Leute mit begründetem Interesse wissen eh, wo man suchen muss. Allen anderen empfehle ich die Teilnahme an entsprechenden Führungen der Naturschutzverbände o.ä..

Terraristik qualifiziert und autorisiert niemanden dazu, der wild lebenden und geschützten heimischen Herpetofauna, zu welchem Zweck auch immer, nachzustellen.

Die unreflektierte Veröffentlichung konkreter Fundorte im Netz ist tatsächlich bedenklich. Gerade bei der Kreuzotter gibt es ja immer wieder Gerüchte über fleißige Sammler...

Seriva Senkalora
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Beitrag von Seriva Senkalora » Mi Apr 24, 2013 13:29

Es geht weniger um's Töten sondern um übermäßiges Stören.

Wenn tagtäglich zig Leute die Verstecke öffnen und Steine umdrehen, fühlen sich die Tiere rasch unwohl und wandern ab.
Womöglich finden sie keine alternativen Habitate und dann war's das mit der Population.

Absammeln für illegale Haltung ist nat. auch ein wichtiger Punkt.

LG
Seriva

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Volcom_stone
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Beitrag von Volcom_stone » Mi Apr 24, 2013 15:16

Ich hatte mal von einem Fall gehört wo vor Jahren in einem Gebiet Kreuzottern gefunden wurden, inklusive GPS Angabe der Fundstellen. Ich glaube das war im DGHT Forum ohne jetzt ein schlechtes Bild auf das Forum werfen zu wollen. Jedenfalls waren in diesem Gebiet darauf hin keine Kreuzottern mehr zu finden
!
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