Inkubation von Schlangeneiern - Brutsubstrat

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Matthias
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Inkubation von Schlangeneiern - Brutsubstrat

Beitrag von Matthias » Sa Jun 30, 2018 21:25

Hallo zusammen,
ich habe bisher alle Eier auf Perlit oder Vermiculit inkubiert. Da ich seit kurzer Zeit auch Schildkröten halte und viel in diese Richtung lese, bin ich auf etwas interessantes gestoßen. Manche Schildkrötenzüchter inkubieren auf Tongranulat (das geschredderte, nicht die Kugeln) oder einem Gemisch aus Tongranulat und Aktivkohle. Die Eier werden z.T. komplett mit dem Granulat bedeckt.

Hat hier jemand Erfahrungen mit diesem Brutsubstrat bei der Inkubation von Schlangeneiern?
Gruß
Matthias

Volker Ebensberger
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Re: Inkubation von Schlangeneiern - Brutsubstrat

Beitrag von Volker Ebensberger » So Jul 01, 2018 3:07

Hört sich jedenfalls interessant an, aber was meinst du mit geschreddert?
Ich habe auf Ebay so etwas gefunden, meinst du so etwas?

https://m.ebay.de/itm/40-LITER-WECO-GRI ... SwwNVTtrWL

Zumindest wäre es logisch da Ton ein sehr guter Feuchtigkeitsspeicher ist das seine Feuchtigkeit langsam abgibt. Aber meines Wissens dauert es auch dementsprechend lange bis es mit genügend Wasser gesättigt ist. :-?
Gruß Volker
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jotpedepunkt
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Re: Inkubation von Schlangeneiern - Brutsubstrat

Beitrag von jotpedepunkt » So Jul 01, 2018 8:37

ich vermute mal, der User meint so was wie "Seramis"

schönen Sonntag
jotpede

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Matthias
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Re: Inkubation von Schlangeneiern - Brutsubstrat

Beitrag von Matthias » So Jul 01, 2018 22:37

Hallo,
genau. Das Tongranulat gibt es z.B. von Seramis.
Gruß
Matthias

Njoerchie
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Re: Inkubation von Schlangeneiern - Brutsubstrat

Beitrag von Njoerchie » Sa Jul 28, 2018 15:52

Ich habe die Eier meiner Tiere bisher auf Vermiculit inkubiert.
Perlit soll ebenfalls gut funktionieren, Seramis ebenso.
Aus eigener Erfahrung funktioniert auch feuchter Sand sehr gut, hier muss man allerdings regelmäßig nachschauen, damit sich kein Schimmel bildet.
Mit Moos habe ich bisher nur negative Erfahrungen gemacht, es bildet sich viel zu schnell Schimmel hierbei.

Allerdings habe ich bisher keinerlei Schildkröteneier inkubiert, es waren nur Schlangen- und Echseneier.

Mal eine Frage an die erfahrenen Halter hier - verhält es sich bei Eiern von Schildkröten wie bei denen von Panzerechsen? Gemeint ist das Absterben der Schlüpflinge im Ei, wenn die Eier gedreht und nicht in ihrer ursprünglichen Ablageposition inkubiert werden.

VlG, Jörg

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Tobiaskondaschwanz
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Re: Inkubation von Schlangeneiern - Brutsubstrat

Beitrag von Tobiaskondaschwanz » Sa Jul 28, 2018 21:05

Ist das nicht auch bei Schlangeneiern und co. so?

Njoerchie
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Re: Inkubation von Schlangeneiern - Brutsubstrat

Beitrag von Njoerchie » Sa Jul 28, 2018 21:54

Es kommt auf die jeweilige Schlangenart an. Oft kleben die Eier ja aneinander, was eine andere Positionierung erschwert bis nahezu unmöglich macht.
Generell ist das meiner Erfahrung nach aber bei einzeln abgelegten Eiern kein Problem.
Bei den von mir erbrüteten Echseneiern war es bisher nie ein Thema oder Problem. :-)

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Tobiaskondaschwanz
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Re: Inkubation von Schlangeneiern - Brutsubstrat

Beitrag von Tobiaskondaschwanz » Sa Jul 28, 2018 22:53

Aber es ist schon so, dass die ersten Stunden ausschlaggebend sind oder?
Die Thematik war für mich immer zweitrangig, deswegen frage ich.

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Seppuko
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Re: Inkubation von Schlangeneiern - Brutsubstrat

Beitrag von Seppuko » Sa Jul 28, 2018 23:49

Richtig, wenn der Embryo erstmal mit der Eischale verwachsen ist sollte man das drehen der Eier unterlassen. Das drehen verringert die Erfolgschancen. Das Buch "Inkubation von Reptilieneiern" geht auch darauf ein aber beschreibt auch einen Fall wo Geckoeier regelmässig gedreht wurden doch ein Teil davon trotzdem erfolgreich inkubier wurde. Ebenso wird auf substratfreie Inkubation eingegangen.

Spielverderber
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Re: Inkubation von Schlangeneiern - Brutsubstrat

Beitrag von Spielverderber » So Jul 29, 2018 13:01

Wer mehr wissen möchte, greift einfach zu Fachliteratur, z.B.:
DEEMING, Reptilian Incubation: Environment, Evolution, and Behaviour
ISBN 1897676115

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