Verbot der Exotenhaltung, was tun?? Update

Diskussionen zu sonstigen Bereichen der Herpetologie

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nexxus
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Beitrag von nexxus » Fr Okt 26, 2012 11:33

Es scheint unmöglich zu sein, Regeln mit Augenmaß und Menschenverstand aufzustellen,
Richtig , weil zu lockere Regeln ( wie das aktuelle TschG ) dazu verleiten, jegliches Maß zu verlieren ;-)
Insofern sind nicht nur die Tierschutzorganisationen schuld, sondern auch die Halter als solche.

- siehe aktuellen Beitrag gelbes Forum

Im übrigen würden die meisten wohl sich auch über Reglementierungen beschweren, wenn diese mit erheblichen Kosten verbunden wären.
All truths are easy to understand once they are discovered; the point is to discover them.

Recht_und_Ordnung
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Beitrag von Recht_und_Ordnung » Fr Okt 26, 2012 11:36

Wenn man ein Verbot als Lösung grundsätzlich ausschließt, ist doch schon keine differenzierte Diskussion mehr möglich! Auch Grundsätze sollte man hin und wieder mal hinterfragen.

Ich hatte ein ähnliches Problem hier im Forum schonmal, als ich als Denkanstoß in der Terrarium-vs.-Rack-Diskussion vorbrachte, dass sowohl die Rackfreunde, als auch die, die große natürlich eingerichtete Terrarien bevorzugen, letztendlich Tiere zum eigenen BVergnügen einsperren und von daher gar nicht soweit voneinander entfernt sind, wie ihre Standpunkte in der einschlägigen Diskussion.

Einfach mal die eigenen Grundsätze hinterfragen heißt die Devise.

Wie soll das ganze denn geregelt werden? Welche Behörde mit welchem Personal soll die ganzen privaten Tierhaltungen kontrollieren?

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Manuel Reiss
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Beitrag von Manuel Reiss » Fr Okt 26, 2012 11:37

nexxus hat geschrieben:
Es scheint unmöglich zu sein, Regeln mit Augenmaß und Menschenverstand aufzustellen,
Richtig , weil zu lockere Regeln ( wie das aktuelle TschG ) dazu verleiten, jegliches Maß zu verlieren ;-)
Insofern sind nicht nur die Tierschutzorganisationen schuld, sondern auch die Halter als solche.

- siehe aktuellen Beitrag gelbes Forum

Im übrigen würden die meisten wohl sich auch über Reglementierungen beschweren, wenn diese mit erheblichen Kosten verbunden wären.
Hi Fabian,

das denke ich nicht. Es würde sich die Spreu vom Weizen trennen, mehr nicht. Die einen würden in den Untergrund abtauchen, der Rest könnte das Hobby weiterhin mit Vernunft und Enthusiasmus betreiben. Mit einem Verbot würden nur Täter geschaffen, die bisher keine waren.

Manuel

Recht_und_Ordnung
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Beitrag von Recht_und_Ordnung » Fr Okt 26, 2012 12:17

Manuel Reiss hat geschrieben: *gähn*

Manuel
Überheblichkeit stinkt. Glücklicherweise habe ich den Post noch vor dem edit gesehen...

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Manuel Reiss
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Beitrag von Manuel Reiss » Fr Okt 26, 2012 12:58

Recht_und_Ordnung hat geschrieben:
Manuel Reiss hat geschrieben: *gähn*

Manuel
Überheblichkeit stinkt. Glücklicherweise habe ich den Post noch vor dem edit gesehen...
Ach, solange die Überheblichkeit meiner Person direkt zugeordnet werden kann und nicht einem beliebigen Nicknamen, ist das für mich halb so wild.

Und wenn ich ein Verbot als "Lösung" des Problems bereits ins Auge fasse, muss ich mir die Mühe einer differenzierten Diskussion erst garnicht mehr machen.

Die von Dir genannten Problematiken "Zoonosen, Chytridpilz, Tierschmuggel, Tierleid, Habitatverlust, uninformierte Idioten, etc..........." sind sicherlich nicht von der Hand zu weisen. Aber es gibt nur wenige Hobbys zu denen mir keine Argumente einfallen würden, welche nach Deiner Definition ein Verbot nahelegen würden.

Manuel

Don Pedro
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Beitrag von Don Pedro » Fr Okt 26, 2012 13:41

Warum ist hier Habitatverlust unter den von Exotenhaltern (mit-)verschuldeten Problemen zu finden?

Recht_und_Ordnung
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Beitrag von Recht_und_Ordnung » Fr Okt 26, 2012 13:58

Habitatverlust wird nicht von Exotenhaltern verursacht sonder ist das Hauptproblem der meisten bedrohten Arten. Der Tierhandel ist dann noch ein zusätzlicher Faktor...

Recht_und_Ordnung
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Beitrag von Recht_und_Ordnung » Fr Okt 26, 2012 14:15

Manuel Reiss hat geschrieben: nicht einem beliebigen Nicknamen
Wie sinnvoll Anonymität auf Internetforen ist, zeigen die jüngsten Fälle von Facebook-Stalking hier in der Grube. Am Stammtisch hätte ich ebenso direkt reagiert. Wer ein bisschen mitdenkt, weiß eh, wer ich bin (falls das irgendwie von Bedeutung ist, was ich stark anzweifle).
Und wenn ich ein Verbot als "Lösung" des Problems bereits ins Auge fasse, muss ich mir die Mühe einer differenzierten Diskussion erst garnicht mehr machen.


Wenn nicht Deine persönlichen Interessen, sondern Tier- und Artenschutz im Zentrum Deiner Überlegungen stünden, müsstest Du zumindest auch über ein Verbot nachdenken.
Die von Dir genannten Problematiken "Zoonosen, Chytridpilz, Tierschmuggel, Tierleid, Habitatverlust, uninformierte Idioten, etc..........." sind sicherlich nicht von der Hand zu weisen. Aber es gibt nur wenige Hobbys zu denen mir keine Argumente einfallen würden, welche nach Deiner Definition ein Verbot nahelegen würden.
Briefmarkensammler und Modellbauer haben wenig Berührungspunkte mit dem öffentlichen Interesse und "verbrauchen" für ihr Hobby auch keine Lebewesen. Ich denke, dass hier zu stark pauschalisiert wird.

Doc
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Beitrag von Doc » Fr Okt 26, 2012 16:12

Recht_und_Ordnung hat geschrieben:... die jüngsten Fälle von Facebook-Stalking ...
Wer oder was um Himmels Willen ist denn Facebook-Stalking? ;-)

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JHeart
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Beitrag von JHeart » Fr Okt 26, 2012 16:21

Fangen wir doch beim gründsätzlichsten Problem dieses Planeten an, den Menschen.
Menschen sollten verboten werden, dann wird der Planet wieder grün und alles ist Tuti.

Grundsätzlich würden die meisten Idioten bei einem Sachkundnachweis wahrscheinlich schon von der Haltung abgehalten werden, denn dann müsste man sich ja damit beschäftigen. Für das Argument, dass die Leute in den Untergrund abtauchen würden, ja vielleicht, aber wahrscheinlich auch mit Verbot. Also besteht wohl kein großer Unterschied zwischen Verbot und sinnvoller Reglementierung.
!
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