Meine Erfahrungen mit Milben und Permethrin als Wirkstoff.

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Spielverderber
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Re: Meine Erfahrungen mit Milben und Permethrin als Wirkstoff.

Beitrag von Spielverderber » Fr Jun 15, 2018 0:13

Kieselsäure? Ob irgendein Puder nun unbedingt der ideale Weg ist? Du hast kürzlich eins der übelsten Szenarien erlebt, das ein Reptilienhalter erleben kann. Ich möchte Dir keine Vorwürfe machen, doch die Wahl des ersten Wirkstoffes war eine Katastrophe, und das hätte man leicht im Vorfeld recherchieren können. Frontline ist in der Tat auch potentiell gefährlich, wird aber aus gutem Grund von reptilienkundigen Tierärzten empfohlen und genutzt. So ziemlich alles kann Reptilien töten... die Dosis macht das Gift. Nur weil Du gerade erst ein worst case Szenario erleben mußtest, solltest Du nun nicht auf jeden Zug aufspringen, der 100% Wirkung bei 0% Nebenwirkung verspricht. Das ist utopisch, sowas gibt es nicht.

Njoerchie
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Re: Meine Erfahrungen mit Milben und Permethrin als Wirkstoff.

Beitrag von Njoerchie » Fr Jun 15, 2018 0:28

Gibts auch als wasserverdünnbares Fluid. ;-)

Was Frontline angeht...es wirkt u.a. auf manche Arten der Gattung Psammophis auch bei vorsichtiger und sachgerechter Anwendung tödlich, während andere Arten der Gattung unbeeinträchtigt bleiben.

Wie gesagt, kommt für mich zur Anwendung an Tieren nicht in Frage.
Ich habe u.a. noch Teebaumöl als Notmittel in ausreichender Menge hier, das würde ich mittlerweile Permethrin und anderen, gefährlicheren Wirkstoffen jederzeit vorziehen zur Anwendung am Tier / im Terrarium.

Nebenbei sei noch bemerkt dass u.a. auch mehrmalige Olivenöl-Wasserbäder durchaus das schlimmste nach Erkennen des Problems an meinen adulten Schlingnattern verhindert haben. Seltsamerweise verloren die Schlingnattern dabei einige Schuppen, aber auch einen Großteil der sitzenden und saugenden Milben.
Richtig angewendet (mit 1-2 anschließenden, reinen, kurzen Wasserbädern und vernünftigem abtrocknen der Schlangen) verblieb auch nur ein minimalster Ölfilm auf den Schlangen. Die Köpfe blieben vom Öl Gott sei Dank verschont, so dass es auch keine anschließenden Lungenerkrankungen gab.
Die gesamten Jungtiere der Schlingnattern gingen leider nach und nach an den Folgewirkungen vom Permethrin und der Milben ein. :-(

Spielverderber
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Re: Meine Erfahrungen mit Milben und Permethrin als Wirkstoff.

Beitrag von Spielverderber » Fr Jun 15, 2018 1:51

Njoerchie hat geschrieben:
Fr Jun 15, 2018 0:28
Was Frontline angeht...es wirkt u.a. auf manche Arten der Gattung Psammophis auch bei vorsichtiger und sachgerechter Anwendung tödlich, während andere Arten der Gattung unbeeinträchtigt bleiben.
Auch wenn es um die hier niemals ging, sollte man wohl "manche" Arten der Gattung einfach besser nicht mit Frontline behandeln, wenn man sich dessen so genau bewusst ist. Ausserdem sollte sowas publiziert werden, um andere Halter und vor allem Tierärzte zu warnen.

Da Du von Ölen so sehr überzeugt bist, dürfte das doch eh nicht zur Debatte stehen, oder? Oder Ist Frontline vielleicht doch eine Alternative, für alle Arten der genannten Gattung, die Du nicht meinst? Und somit auch für alle anderen Schlangen?

Was machen Milben, was machen Öle? Milben sorgen für viele kleine Wunden, ein Ölfilm wird die alle schön luftdicht verschliessen. Die Konsequenzen dürften auf der Hand liegen. Die endgültige Beseitung des Milbenbefalls ohne Nebenwirkungen oder Folgen steht meiner Meinung nach nicht auf Platz eins dieser Konsequenzen.

Ein Verlust von Schuppen nach einem Ölbad betrachte ich schon als recht relevante Nebenwirkung. Besonders deswegen, weil Milben nicht an den Schuppen tun, was Milben eben so tun.

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