Schlangen institut in deutschland?

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SSerold
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Re: Schlangen institut in deutschland?

Beitrag von SSerold » Fr Aug 03, 2018 15:52

Vielen dank für die infos

Rbn
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Re: Schlangen institut in deutschland?

Beitrag von Rbn » Di Aug 07, 2018 2:58

Don Pedro hat geschrieben:
Do Aug 02, 2018 12:55
was für anforderungen muss mann erfüllen um bei beisspielsweisse einen reptilienzoo anzufangen?
ich kann nur abraten
Und das aus deinem Munde Don. Das will schon was heißen.
Spielverderber hat geschrieben:
Do Aug 02, 2018 19:55
Im Juni wollte er mit seinen 16 Jahren noch Schlangen zu seinem Beruf machen. Wie er sich das vorgestellt hat, weiß nur er selbst. Mit diesem Thread wurde er zwar minimal konkreter, aber wirklich ausbaufähig ist auch das nicht.
Ich erinnere mich dunkel an den Thread, aber wirklich berauschend war seine Vorstellung, die er da vermittelt hat, nicht.
Spielverderber hat geschrieben:
Do Aug 02, 2018 19:55
Es hat sich immerhin ein geeigneter Ansprechpartner zu Wort gemeldet, auf dessen Beitrag nicht eingegangen wurde.

Das kann man aber auch wirklich kaum erwarten, dass man sich da mal um weitere Infos bemühen könnte. Was denkst du nur von der Jugend?

Und jetzt mal ernsthaft zum Thema. Wenn man das zusammenfasst, was für berufliche Perspektiven bleiben:

-Ausbildung zum (Zoo-)Tierpfleger, wo Schlangen bzw. Reptilien allgemein eher einen geringen Anteil deines Tätigkeitsfeldes ausmachen werden und Giftschlangen wahrscheinlich garnicht in dein Spektrum geraten. Dafür müsstest du schon etabliert in der "Szene" sein und/oder ggf. auch weiter in der "Ausbildungsleiter" aufsteigen. Ich verweise da nur auf die Tätigkeit (oder frühere Tätigkeit?) von Dr. Guido Westhoff im Tierpark Hagenbeck in Hamburg.

-Wissenschaftliche Arbeit an einem Institut, welches sich mit den Tieren beschäftigt, setzt mindestens einen Bachelor in Biologie und einen Master in Zoologie voraus. Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen: Wenn du in der Wissenschaft (In den Naturwissenschaften und der Mathematik vor allem) wirklich erstgenommen werden willst, kommst du auch um eine Promotion nicht herum. Und selbst dann bestimmt das Institut, bei dem du angestellt bist, in welche Richtung geforscht wird. Wenn die keine Schlangen mehr untersuchen wollen, sondern stattdessen z.B. Echsen oder Schildkröten, kannst du da nichts gegen tun und musst dich ggf. mit einem anderen Forschungsfeld zufrieden geben oder aber den Arbeitgeber wechseln. (Und das nachdem du zwischen 8 und 11 Jahren Ausbildungsweg hinter dir hast.)

-Du kaufst nen Zoo mit den entsprechenden Tieren. So hat das z.B. der Eigentümer des TerraZoo hier in Deutschland gemacht. Aber das Geld muss man halt haben. Reich wird man dabei aber wohl eher nicht.

-Als Tierarzt kannst du ggf. auch noch Karriere machen, aber "nur" mit Schlangen wird das kaum zum Leben reichen, wenn dir der Bereich "Reptilien" reicht, schon eher. Da musst du halt Veterinärmedizin studieren und ich versichere dir: Über Reptilien lernst du in dem Studium so gut wie nix. Aber auch da: Reich wird man bei den niedrigen Preisen, die ich da das ein oder andere Mal schon bezahlt habe, nicht.

Volker Ebensberger
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Re: Schlangen institut in deutschland?

Beitrag von Volker Ebensberger » Di Aug 07, 2018 5:45

Rbn hat geschrieben:
Di Aug 07, 2018 2:58
Dafür müsstest du schon etabliert in der "Szene" sein und/oder ggf. auch weiter in der "Ausbildungsleiter" aufsteigen. Ich verweise da nur auf die Tätigkeit (oder frühere Tätigkeit?) von Dr. Guido Westhoff im Tierpark Hagenbeck in Hamburg.
Was ist mit Dr Westhoff? Den Arbeitsplatz gewechselt? Noch gar nichts gehört davon :-o
Gruß Volker
(Mitglied des DGHT und DV-TH)

Ich grüße jeden der mich mag und der, der mich nicht mag kann mich gern haben

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peregrinus
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Re: Schlangen institut in deutschland?

Beitrag von peregrinus » Di Aug 07, 2018 7:26

Rbn hat geschrieben:
Di Aug 07, 2018 2:58
Und jetzt mal ernsthaft zum Thema. Wenn man das zusammenfasst, was für berufliche Perspektiven bleiben:
Eine Reptilienauffangstation gründen wäre möglich, da wird man vermutlich mit Köpys und Kornis totgeschmissen... Interessant wären nach der Zootierpfleger-Ausbildung dann auch die fachlichen Weiterbildungen.
Rbn hat geschrieben:
Di Aug 07, 2018 2:58
-Wissenschaftliche Arbeit an einem Institut, welches sich mit den Tieren beschäftigt, setzt mindestens einen Bachelor in Biologie und einen Master in Zoologie voraus. Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen: Wenn du in der Wissenschaft (In den Naturwissenschaften und der Mathematik vor allem) wirklich erstgenommen werden willst, kommst du auch um eine Promotion nicht herum. Und selbst dann bestimmt das Institut, bei dem du angestellt bist, in welche Richtung geforscht wird. Wenn die keine Schlangen mehr untersuchen wollen, sondern stattdessen z.B. Echsen oder Schildkröten, kannst du da nichts gegen tun und musst dich ggf. mit einem anderen Forschungsfeld zufrieden geben oder aber den Arbeitgeber wechseln. (Und das nachdem du zwischen 8 und 11 Jahren Ausbildungsweg hinter dir hast.)
Man kann sicher auch mal so als sehr interessierter Laie im ZFMK hinter die Kulissen schauen. Und mit viel Glück dort auch ein Bachelorthema über Reptilien bekommen (was meines Wissens nach auch vorkommt oder vorkam), aber zumindest dort wirklich zu arbeiten setzt schon bestimmte Abschlüsse voraus, die ich beim Themenersteller nicht kenne.
Aber kann auch schlecht laufen, wie du schreibst. Ich kenne Leute, die unbedingt Geckos oder Schildkröten in der Promotion machen wollten und Crustaceen oder Seegurken aufgedrückt bekamen ;-)

Spielverderber
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Re: Schlangen institut in deutschland?

Beitrag von Spielverderber » Di Aug 07, 2018 12:03

peregrinus hat geschrieben:
Di Aug 07, 2018 7:26
Eine Reptilienauffangstation gründen wäre möglich
Das ist dann allerdings weniger berufliche Perspektive, sondern vielmehr eine Geldverbrennungsmaschine.

Rbn
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Re: Schlangen institut in deutschland?

Beitrag von Rbn » Di Aug 07, 2018 17:03

Volker Ebensberger hat geschrieben:
Di Aug 07, 2018 5:45
Was ist mit Dr Westhoff? Den Arbeitsplatz gewechselt? Noch gar nichts gehört davon :-o
Nicht das ich wüsste, ich habe den Satz mit dem ? nur angehängt, weil ich nicht weiß, ob er aktuell immer noch dort tätig ist. Könnte sich ja zwischenzeitlich geändert haben.

peregrinus hat geschrieben:
Di Aug 07, 2018 7:26
Aber kann auch schlecht laufen, wie du schreibst. Ich kenne Leute, die unbedingt Geckos oder Schildkröten in der Promotion machen wollten und Crustaceen oder Seegurken aufgedrückt bekamen ;-)
Genau mein Reden. Man kann sich das nicht immer aussuchen.

Spielverderber hat geschrieben:
Di Aug 07, 2018 12:03
peregrinus hat geschrieben:
Di Aug 07, 2018 7:26
Eine Reptilienauffangstation gründen wäre möglich
Das ist dann allerdings weniger berufliche Perspektive, sondern vielmehr eine Geldverbrennungsmaschine.
a) Um da für die Behörden ein ernsthafter Ansprechpartner zu sein, bedarf es auch min. einer Qualifikation als weitergebildeter Zootierpfleger. Ansonsten wird man dir kaum die Tiere überlassen. Gibt ja schon genug selbsternannte "Auffangstationen", mit einem oder zwei freien Terrarien im Keller eines Privathauses.
b) Wie Spielverderber sagte, da kannste auch gleich die Insolvenz anmelden, wenn du nicht wahnsinnig gut im Spendengelder auftreiben bist oder zumindest in teilstaatlicher Trägerschaft bist. Und wir alle wissen, dass das Geld beim Staat für sowas nicht besonders locker sitzt, weswegen ich mich auch bemühe, falls in meinem Bekanntenkreis Tiere abgegeben werden müssen, die entweder direkt zu weiterzuvermitteln oder kurzzeitig zu pflegen, solange bis ein neues zuhause für das Tier gefunden ist. Natürlich nur im Rahmen meiner Möglichkeiten. Für Krokodile, Netzpythons und ausgewachsene Anakondas habe ich keinen Platz, für kleinere Tiere zweitweise schon. Ich hoffe damit die wirklich seriösen Auffangstationen etwas zu entlasten, sodass die betreffenden Tiere garnicht erst dort landen.

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peregrinus
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Re: Schlangen institut in deutschland?

Beitrag von peregrinus » Di Aug 07, 2018 21:30

Spielverderber hat geschrieben:
Di Aug 07, 2018 12:03
peregrinus hat geschrieben:
Di Aug 07, 2018 7:26
Eine Reptilienauffangstation gründen wäre möglich
Das ist dann allerdings weniger berufliche Perspektive, sondern vielmehr eine Geldverbrennungsmaschine.
Das war auch nicht so ganz ernst gemeint.
Zumindest bekäme man dann einen Haufen Schlangen gratis... aber wie gesagt eher so den Teil, der wegen Parasiten nicht mal mehr verfüttert werden kann ;-)

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