Trugnatter Haltung Bayern

Diskussionen zur Haltung von Giftschlangen.

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flo92
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Re: Trugnatter Haltung Bayern

Beitrag von flo92 » Sa Mär 09, 2019 22:01

Hallo Jörg,

die Abwechslung wie in der Natur kann wohl kaum jemand bieten. Die wenigsten Schlangen, die wir alle hier halten fressen in der freien Natur nur Mäuse, Ratten oder mal ein Eintagsküken. Es geht viel mehr darum den Tieren die richtigen Nährstoffe zu geben. So sehr ich es auch gerne würde, die Natur kann ich nie so nachbilden.

Das mit dem "fliegen" ist ja eine der interessantesten Sachen der Schmuckbaumnattern aber wie das in der Gefangenschaft ist kann ich nicht sagen. Platzmäßig könnte ich da aber schon ein bisschen bieten.

Wie ich schon sagte bislang bin ich noch dabei mich zu informieren und zu lernen. Bevor ich mir Tiere zulege achte ich generell darauf, dass ich auch akzeptable Bedingungen bereitstellen kann. Sollte ich das nicht können werde ich das, wenn auch möglicherweise schweren Herzens sein lassen.

Also ob ich mir Schmuckbaumnattern kaufe ist noch von einigen Sachen abhängig und sollte ich das machen bin ich mir zu dem Zeitpunkt auch sicher, das es denen dann gut gehen wird.

Gruß Flo

Andreas Hohmeister
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Re: Trugnatter Haltung Bayern

Beitrag von Andreas Hohmeister » So Mär 10, 2019 18:19

Nicht alle Arten der Gattung Chrysopelea sind in der Lage, Distanzen durch "gleiten" in der Luft zu überwinden (C. ornata z.B. macht das nicht, wohl aber C. paradisii oder C. pelias). Es handelt sich dabei auch eher um ein "kontrolliertes Fallen" in einem flachen Winkel, welches ausschließlich der Flucht dient (also keine "Flugjagden" ). In der Terrarienhaltung ist es daher auch nicht von Bedeutung, ob diese Fluchtmöglichkeit dem Tier zur Verfügung steht. Hinsichtlich der Haltung hatte ich in der Vergangenheit die Arten C. ornata ornatissima sowie C. paradisii. Beide waren nur sehr widerwillig bzw. gar nicht bereit, kleine Mäuse als Futter zu akzeptieren. Geckos oder Anolis fraßen sie jedoch ohne Probleme. Ein trächtiges Weibchen von C. paradisii setzte ein Gelege mit 12 Eieren ab, welches erfolgreich gezeitigt werden konnte. Die Aufzucht der winzigen Jungtiere erschien mit kleinen Zierfischen (Neonsalmer, Zebrabärblinge) zunächst erfolversprechend, scheiterte jedoch nach einigen Wochen. Nach meiner Ansicht und der eines bekannten SO-Asienspezialisten dürfte diese nur mit ausreichend kleinen Geckos möglich sein.

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