Erste Eigenpublikation:

Rezensionen und Diskussionen zu Fachartikeln und -büchern.

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Matthias
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Re: Erste Eigenpublikation:

Beitrag von Matthias » Mo Okt 31, 2016 10:42

Hallo,
ich habs mal entfernt ;-)
Gruß
Matthias

4chondrofan3
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Re: Erste Eigenpublikation:

Beitrag von 4chondrofan3 » Mo Okt 31, 2016 10:51

Vielen Dank.

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Jensli
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Re: Erste Eigenpublikation:

Beitrag von Jensli » Mi Nov 02, 2016 11:40

4chondrofan3 hat geschrieben:Da ich im Moment mit meiner Wohnsituation keine Schlangen pflegen noch nach Florida gehen kann, bin ich auf Literatur angewiesen, da es im Moment das Einzige ist was ich tun kann.
Dann kannst du auch keinen Bericht schreiben! Wie kommt man auf so eine Idee? Ich habe bereits mehrere Artikel über Schildkröten in der Marginata, Salamandra und noch woanders (müsste ich jetzt nachschauen) publiziert (auch einen Film über die Natrix tessellata) und alles basierte auf eigenen Haltungserfahrungen, bzw. Freilandbeobachtungen mit eigenen Foto- und Filmaufnahmen. Davon abgesehen ist dein Text ziemlich "schwer verdauliche Kost", wie ja auch von anderen bereits angemerkt wurde.
Die Dionenatter: http://www.dionenatter.de

4chondrofan3
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Re: Erste Eigenpublikation:

Beitrag von 4chondrofan3 » Mi Nov 02, 2016 15:21

Das ist ja auch kein Haltungsbericht.
Es geht um die Ernährung von Seminatrix pygaea in freier Wildbahn, und die Tatsache warum einige Tiere in Gefangenschaft Fisch annehmen, obwohl es nicht zu ihrem Nahrungsspektrum gehört und andere nicht.
Diese Arbeit war zunächst nur als eine Seminararbeit im Rahmen meines Biologie-Seminars gedacht, die sich mit der Ökologie von S. pygaea beschäftigt und ich habe nur versucht durch Literaturzitate aufzuzeigen wie widersprüchlich die Informationen zu dem Thema sind, da manche Tiere in Gefangenschaft bestimmte Tiere fressen, die andere wiederum komplett verweigern.
Ich habe nur mal überlegt, ob ich das Ganze mal an einen Verlag schicken soll, falls meine Note darauf gut genug war, da es im Deutschen keine einzige Arbeit zu diesen Schlangen gibt- weder zur Ökologie noch zur Haltung sobald ich eigene Haltungserfahrungen habe.

Spielverderber
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Re: Erste Eigenpublikation:

Beitrag von Spielverderber » Mi Nov 02, 2016 15:36

Warum fängst Du immer wieder damit an, daß Dein Text kein Haltungsbericht ist? Das haben alle verstanden, und ich meine, es hat auch niemand etwas anderes behauptet. Doch auch beim Thema Beutespektrum in Natur und Gefangenschaft sind eigene Erfahrungen sicherlich von Vorteil, da das Resultat sonst lediglich, ich erwähnte es bereits, eine Zusammenfassung bereits vorhandener Quellen ist.

Fisch gehört übrigens sehr wohl zum Beutespektrum der Art. Es gibt noch mehr Quellen als die eine, auf die Du Dich primär beziehst.

Ganz pauschal betrachtet ist die Frage, warum irgendeine Schlange in Gefangenschaft Fisch frisst, was sie in der Natur nie täte, aber schon interessant. Ich habe da bei Aspidelaps lubricus cowlesi interessante Beobachtungen gemacht. Das tut hier aber nichts zur Sache. Fakt ist, Du hast nur fremde Quellen, Du kannst diese nur zusammenfassen, aber nichts auf seine Richtigkeit kontrollieren und keine eigenen Erfahrungen in Deine Arbeit einfliessen lassen. Wenn das Dein Anspruch ist, formatiere den Text und schicke ihn an den NTV. Einen Versuch ist es wert.

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Re: Erste Eigenpublikation:

Beitrag von 4chondrofan3 » Mi Nov 02, 2016 15:56

Von so was Ähnlichem habe ich auch mal gelesen, da gab es einige Todesottern, die keine Nahrung annahmen, aber dann Salamander fraßen, obwohl es in Australien gar keine Salamander gibt.
Auch gab es Oocatochus rufodorsatus, die als Jungtiere nur Katzenfutter fraßen. Das Ganze ist mehr als rätselhaft.
Aber wieder zu Seminatrix pygaea:
Ich weiß, dass viele Autoren sagen, dass die Tiere auch Fisch fressen sollen, bei einem wurden Elritzen angenommen und bei einem anderen Halter Stinte.
Bei der Mageninhaltsuntersuchungen wurden jedoch keine Fische nachgewiesen, und der Autor kommt zu dem Resümee das die Tiere keinen Fisch fressen.
Deswegen habe ich ja auch geschrieben, dass die einzelnen Angaben zum Thema Nahrungsspektrum widersprüchlich sind, aber dass Fische wohl auch dazu gehören, schließe ich nicht aus.
Ich möchte aber wenn ich schon was mache, das Ganze richtig machen und warte noch ein paar Jahre bis ich die Gelegenheit habe die Tiere im natürlichen Habitat zu sehen und zu beobachten, auch wenn das ziemlich schwer ist, da sie ja sehr versteckt leben.

Würde mich auf jedenfall mal auch interessieren, warum so viele Schlangen in Gefangenschaft etwas fressen, was sie in der Natur nie täten.
Da gab es ja auch mal so einen Artikel über eine Lampropeltis g. californiae, die in Gefangenschaft sogar vegetarische Speisen annahm,die ihr ihre Besitzerin anbot.
In TRUTNAU stand auch was über eine Erpeton tentaculum mit pflanzlichen Überresten im Magen, die aber versehentlich gefressen wurden.
Viel interessanter ist aber die Tatsache, dass in einem sezierten Exemplar Früchte im Magen waren.
Bei der Kettennatter lag es wahrscheinlich am starken Geruch des Essens. Bin mir aber nicht sicher, hab das in einem Buch gelesen,was ich mir geliehen hab, ist aber schon über zwei Jahre her.

Spielverderber
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Re: Erste Eigenpublikation:

Beitrag von Spielverderber » Mi Nov 02, 2016 16:29

4chondrofan3 hat geschrieben:Bei der Mageninhaltsuntersuchungen wurden jedoch keine Fische nachgewiesen, und der Autor kommt zu dem Resümee das die Tiere keinen Fisch fressen.
Da muß man sich als kritischer Leser fragen, wie repräsentativ solche Aussagen sind. Kann man von den untersuchten Exemplaren auf alle Tiere der Art, inklusive der Unterarten, im gesamten Verbreitungsgebiet schliessen? Das glaube ich eher nicht.

Wer Schlangen mit Katzenfutter oder Grünzeug füttert, sollte besser keine Schlangen halten. Selbst dann nicht, wenn die armen Viecher den shice fressen.

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Re: Erste Eigenpublikation:

Beitrag von 4chondrofan3 » Mi Nov 02, 2016 19:08

Frage mich generell wie man auf die Idee kommt seiner Kettennatter vegetarische Gerichte anzubieten, fast genauso krank wie der Trend seine Hunde und Katzen vegan zu ernähren...
Das mit dem Katzenfutter war zum Glück nur für einen kleinen Zeitraum, da es nur bei hartnäckigster Futterverweigerung zum Einsatz kam. Danach wurden die Oocatachus rufodorsatus mit Fröschen und Fisch ernährt.
Meiner Meinung nach soll jemand der nicht in der Lage ist seine Schlangen zu füttern, weil er es aus emotionalen Gründen nicht aushält, sich diese Tiere gar nicht anschaffen, oder auf eine Schlange, die Fisch oder Wirbellose frisst, zurückgreifen.
Aber seine Tiere mit "SCHLANGENWÜRSTCHEN" oder ähnlichem Mist zu füttern, sollte für keinen seriösen Halter in Frage kommen.
Dieses Zitat glaube ich könnte dafür ganz gut passen: If you can't stand the heat get out of the kitchen.
Wer keinen Bock hat seine Schlangen mit dem Futter, das sie brauchen, der sollte sie sich erst gar nicht anschaffen.

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Matthias
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Re: Erste Eigenpublikation:

Beitrag von Matthias » Mi Nov 02, 2016 19:56

Hallo,
4chondrofan3 hat geschrieben:Aber seine Tiere mit "SCHLANGENWÜRSTCHEN" oder ähnlichem Mist zu füttern, sollte für keinen seriösen Halter in Frage kommen.
Das kommt ganz auf die Gesetzgebung des jeweiligen Landes an. Ich glaube in GB war das Verfüttern von Wirbeltieren generell verboten. Da bleibt einem dann nichts anderes übrig ;-)
Gruß
Matthias

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Re: Erste Eigenpublikation:

Beitrag von 4chondrofan3 » Mi Nov 02, 2016 20:26

Ich glaube nur Lebendverfütterung von Wirbeltieren ist in Großbritannien verboten, kann aber in Einzelfällen erlaubt werden, falls die Schlange kein Lebendfutter annimmt.

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